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Griechische Gemeinde Geretsried

Prächtige Jubiläumsstimmung beim Patronatsfest

Von Peter Herrmann

Geretsried, 29.6.2014 – Vor 30 Jahren gründete sich die Griechische Gemeinde Geretsried. Die gestrigen Jubiläumsfeierlichkeiten auf dem Karl-Lederer-Platz verbanden die Hellenen mit ihrem 18. Patronatsfest.Es war eine gute Entscheidung, bereits um 13 Uhr mit den Feierlichkeiten zu beginnen. Denn zu diesem Zeitpunkt war Petrus den Griechen noch wohlgesonnen und sorgte für nahezu südländische Temperaturen. Kalte Getränke, Gebäck sowie griechische Grillspezialitäten fanden reißenden Absatz. Die schattigen Plätze in den Zelten füllten sich rasch.

Gedenken an die Kirchengründer Peter und Paul

Die Hellenen ehren den Namenstag von Peter und Paul. Das Patronat begeht die Gemeinde traditionell eine Woche davor mit einem Gottesdienst in der Petruskirche an der Egerlandstraße. Evangelos Karassakalidis, der das Amt des Vorsitzenden der Griechischen Gemeinde im vergangen Jahr an den CSU-Stadtrat Christos Saridis abgab, erinnerte in seinem Grußwort zunächst an die Geschichte der griechischen Einwanderer in Geretsried. Die ersten von ihnen kamen 1961 in die Stadt. Dank eines Abkommens mit der evangelisch-lutherischen Kirche dürfen sie seit 1971 griechisch-orthodoxe Messen in der Petruskirche an der Egerlandstraße feiern. „Damals lebten noch mehr Griechen als heute in  Geretsried“, erinnert sich Karassalides. Mittlerweile hat sich die Zahl der in Geretsried lebenden Griechen auf etwa 400 eingependelt.

Die Gründung der Griechischen Gemeinde erfolgte 1984. „Sie hat sich zu einem felsenfesten Bestandteil der Stadt Geretsried entwickelt“, lobte Niedermaier. Die Anspielung auf Petrus, dem Gott einst sagte, auf diesem Felsen möchte er seine Kirche bauen, war für die Gläubigen offensichtlich. Der evangelische Pfarrer Theo Heckel würdigte vor allem das Talent der Griechen, schöne Feste zu feiern. Er verwies darauf, dass viele Helfer am Vortag noch nahezu 300 Kilo Fleisch zu 2.500 Souvlaki-Spießen verarbeitet hätten. Erzpriester Apostolos Malamoussis überreichte dem ehemaligen Stadtrat und Vorsitzenden der Griechischen Gemeinde Evangelos Karassakalidis ein Bild der Apostel Peter und Paul. Der Beschenkte revanchierte sich prompt mit Ehrentellern, die er dem Erzpriester Apostolos Malamoussis, Bürgermeister Michael Müller, Landrat Josef Niedermaier, einer Vertreterin des griechischen Generalkonsulats, den beiden Pfarrern Georg März und Theo Heckel sowie verschiedenen Sponsoren überreichte.

Tanzeinlage von Landrat und Bürgermeister

Nachdem die Tanzgruppe des Griechischen Lyzeums München in traditionellen Trachten aufgetreten war, hielt es schließlich auch Bürgermeister Michael Müller und Landrat Josef Niedermaier nicht mehr auf ihren Bänken. Gemeinsam mit dem Erzbischof tanzten sie auf dem Pflaster des Karl-Lederer-Platz. Nur wenige Minuten später waren Müller und Niedermaier erneut gefordert. Ein vorübergehender Platzregen trieb die Menschen in die wenigen Zelte, die vom begleitenden Wind fast weggeweht worden wären. Gemeinsam mit anderen Gästen hielten der zupackende Landrat und der Bürgermeister die Stützen fest und blieben halbwegs trocken. Nach der unfreiwilligen Zwangspause bewunderten die verbliebenen Besucher am frühen Abend noch die Tänze einer russlanddeutschen Gruppe. „Geretsried lebt die Völkerverständigung“, zeigte sich CSU-Stadträtin Sabine Lorenz begeistert.

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