Das Magazin für das Bayerische Oberland
So150
15. Feb 2026
Mo160
16. Feb 2026
Mi180
18. Feb 2026
Do190
19. Feb 2026
Fr200
20. Feb 2026
Sa210
21. Feb 2026
So220
22. Feb 2026
Mo230
23. Feb 2026
Di240
24. Feb 2026

Der Ton macht die Musik

Wolfratshausen 1.3.2013 (red) –  „Zwei Töne auf der Klarinette und jeder weiß, wer gemeint ist – Hugo Strasser“, mit diesen rührenden Worten begrüßte Max Greger seinen langjährigen Musikerfreund auf der Bühne. Nein, die beiden sind keine „Swing Oldies“ – Greger und Strasser haben dem Publikum in der ausverkauften Loisachhalle am Freitagabend einmal mehr beweisen können, dass Musik jung hält.

Sie sind Herren der alten Schule, Musiker, die an die Ära der goldenen Bigband-Zeiten erinnern und bekannt sind aus Funk und Fernsehen. Erlebt man sie dann live und hautnah auf der Bühne, dann sind das keine unnahbaren Stars, sondern zwei sympathische Münchner, quasi Leute wie du und ich aus der Nachbarschaft. „Ich muss sagen, nach diesem herzlichen Empfang, dass ich mich unbandig freue wieder einmal in Wolfratshausen sein zu dürfen“, gab Greger zu und Hugo Strasser ist dankbar „noch immer zu den swingenden Legenden zu gehören“. In einigen Wochen wird der Musiker 91 Jahre alt und wurde dafür, dass er immer noch auf der Bühne steht, mit langanhaltendem Beifall gewürdigt. 

Hohe Anerkennung für dieses Quintett

Hohe Anerkennung erhielt das Quintett noch öfters an diesem Abend und das zu Recht: am Klavier begleitete Max Greger Junior, der kunstvoll über die Tasten fegte oder sanft wie Sternenstaub den Titel „Stardust“ anklingen ließ. Kontrabassist Andreas Kurz zeigte eindrucksvoll wie die Basis fehlt, wenn er zum Spielen aufhörte und Schlagzeuger Obi Jenne präsentierte ein eindrucksvolles Solo, bei dem Max Greger Senior nur spekulieren kann: „Der hat sich gedopt.“ Er und Strasser als Frontmänner spielten jeder für sich im Solo oder miteinander und präsentierten ein abendfüllendes Programm aus Swing-Klassikern und berühmten Latin-Nummern.

Zu jedem Stück gab es eine lockere Ansage mit Humor und kleinen Witzen, in denen sich Greger und Strasser gerne mal selbst aufs Korn nahmen und ungeniert mit ihrem betagten Alter kokettierten. Bei jedem neuen Lied gab es immer ein raunendes „Oohh“ vom Publikum , die die berühmten Klassiker von George Gershwin, Duke Ellington, Count Basie kannten und sich auf jedes Stück freuten – Lieder wie „Petit Fleur“, „Sentimental Journey“ oder „Sophisticated Lady“.

Am Ende eines langen Konzerts sah man im Publikum schließlich in glückliche Gesichter, die scheinbar gerade ein Stück in der Zeit zurück entführt worden waren, als in den Siebzigern diese Musik zu ihrem Leben gehörte. Für Max Greger macht der Ton die Musik, für die Wolfratshauser Zuhörer war es das exzellente Quintett, das diese wunderbare Musik machte.

Besucherstimmen

Oberland.de wollte von den Besuchern wissen, was sie alles obergut finden an Wolfratshausen und seinen Veranstaltungen. Hier lesen Sie, was die Besucher zum Konzert „Max Greger und Hugo Strasser“ am 1.3.2013 in der Loisachhalle geschrieben haben. „Hier find ich‘s obergut, weil …“

NEWS