Stadt Wolfratshausen
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300 Gäste genießen „White Dinner“
Von Peter Herrmann
Wolfratshausen, 5.7.2022 – In vielen Städten treffen sich mittlerweile weiß gekleidete Menschen zu einem gemeinsamen Picknick. Seit 2018 erfreut sich das „White Dinner“ auch in Wolfratshausen großer Beliebheit, zumal die alte Floßlände am Loisachufer einen besonders idyllischen Rahmen bildet. Am Samstagabend trugen auch das sonnige Wetter und dezente Musik zur entspannten Stimmung bei.
Farbige Beleuchtung nach Sonnenuntergang
Die Finanzierung sicherten der Innenstadt-Projektfond sowie die beiden Vereine Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW) und Werbekreis Einkaufstadt Wolfratshausen.
„Wir sind froh, dass so viele gekommen sind“, begrüßte LAW-Vorsitzender Ernst Gröbmair die rund 300 Gäste. Sein weißer Anzug stand im Kontrast zu seinen mit gelben Bändern ausgestatteten schwarzen Schuhen. So wie ihm ging es vielen der Besucher bei der der Auswahl der Kleidung. Denn helle Oberteile, Hosen, Blusen und Röcke fanden die meisten in ihren Schränken. Bei den Schuhen sahen es viele nicht ganz so eng. Werbekreischef Hans-Joachim Kunstmann dankte in kurzer Hose seiner nicht anwesenden Vorgängerin Ingrid Schnaller. Die jetzige SPD-Ortsvorsitzende hatte das bereits in einigen Großstädten erfolgreich durchgeführte „White Dinner“ vor vier Jahren erstmals in Wolfratshausen realisiert. Anders als im letzten Jahr erhellte diesmal zwar keine Lichtshow den Himmel über der Loisach. Der ehemalige Kulturreferent Alfred Fraas verlieh aber lange Kabel, die für den Anschluss der grünen, roten und blauen Beleuchtungselemente von Lichtdesigner Günter Klügl benötigt wurden.
Begeisterte Besucher
Die 34-jährige Münchnerin Agnes Handfest folgte der Einladung ihrer Wolfratshauserin Freundin Salwa Olol, um erstmals einen Abend in diesem stilvollen Ambiente zu verbringen. „Ich bin total angetan von der Atmosphäre: So etwas kannte ich bisher noch nicht“, schwärmte Handfest. Ihrer in Somaliland geborenen Begleiterin fiel positiv auf, dass auch Hunde willkommen waren. Noch kein Wolfratshauser „White Dinner“ versäumt hat Anneliese Deutsch. „Das ist immer wieder etwas Besonderes: In unserer Stadt muss sich was tun, sonst schläft alles ein“, erklärte die 75-Jährige. Die ehemalige Inhaberin einer Fußpflegepraxis buchte mit Freundinnen und Nachbarn einen Tisch. Die Online-Anmeldungen nahm Carmen Gröbmair-Jonas in ihrem Büro entgegen. „Leider gab es aufgrund von Corona-Erkrankungen einige kurzfristige Absagen“, bedauerte sie. Vier Stunden vor der Eröffnung baute sie mit Helfern die Tische auf.
Für musikalische Begleitung sorgte Alexandra Fischer. Bei dezenter Lautstärke sang sie Klassiker wie den Sam-Cooke-Evergreen „Wonderful World“. Dazu passten die nach Einbruch der Dunkelheit leuchtenden Kronleuchter an einigen Tischen. Kurz vor Mitternacht räumten die letzten Besucher die Reste ihrer mitgebrachten Speisen, Abfälle und leere Flaschen in ihre Körbe. Bis auf eine Teilnehmerin, die versehentlich fast ein Insekt heruntergeschluckt hat, verzeichneten die Veranstalter keine negativen Vorfälle. „Es blieb alles friedlich und entspannt“, bilanzierte Ernst Gröbmair zufrieden.
Fotos: Peter Herrmann







