Stadt Wolfratshausen

Stadt Wolfratshausen
Ehrenamtspreis für 18 Helden des Alltags
Von Peter Herrmann
Wolfratshausen, 18. 7. 2022 – Wer sich in seiner Freizeit unentgeltlich für andere Menschen einsetzt, ist meist bescheiden und will nicht in der Öffentlichkeit stehen. Aber ohne bürgerschaftliches Engagement wären viele kulturelle, soziale und sportliche Angebote undenkbar. Die Stadt Wolfratshausen verlieh deshalb auch dieses Jahr Ehrenamtspreise an 18 Personen, von denen leider nicht alle die Auszeichnungen persönlich entgegennehmen konnten.
Auszeichnungen für Rettungskräfte und Gymnastikabteilungsleiterin
Begleitet von der Blasmusik der Stadtkapelle, kamen 60 geladene Gäste zum Festakt ins Vereinsheim des Gebirgstrachtenvereins „Die Loisachtaler". „Der Ehrenamtspreis ist unser Dank an Menschen, die mit ihrem Einsatz das Leben in der Stadt mitgestalten“, stellte Bürgermeister Klaus Heilinglechner fest. Danach überließ er Ludwig Gollwitzer das Mikrofon. Der ehemalige Vorsitzende der Loisachtaler Bauernbühne, der bereits bei vielen Theaterstücken und Starkbierfesten seine Qualität als Entertainer unter Beweis gestellt hatte, bat die Preisträger zunächst einzeln auf die Bühne und stellte sie in mitunter witzigen Worten vor. So würdigte er die ehemalige BRK-Bereitschaftsleiterin Lieselotte Stiegler als „Frau, an der keiner vorbeikommt, der jemals in Wolfratshausen oder Umgebung Blut gespendet hat“. Für ihr 54 Jahre währendes Engagement erhielt sie ebenso den Ehrenamtspreis in Gold wie die beiden Feuerwehrmaschinisten Stefan Jirosch und Bernhard Stocker. „Ich bin mindestens 3000 Mal ausgerückt und immer ungeplant“, berichtete Stocker. Um die zum Teil sehr belastenden Einsätze zu verarbeiten, geht er in seiner Freizeit „gerne ins Holz“.
Passende Worte fand Gollwitzer auch für den „Motor der Wasserwacht“ Christian Winklmeier und die langjährige Damengymnastikabteilungsleiterin der DJK Waldram Waltraud Pfitzer. Letztere überredete den Moderator, mal an einem Montag zu einer Probestunde vorbeizuschauen. Schon in jungen Jahren viel erreicht hat Antonia Edlin. Die Notfallsanitäterin schloss ihre Ausbildung mit der Traumnote 1,0 ab und erhielt dafür den Bayerischen Staatspreis.
Vom gemeinschaftlichen Brotbackofen bis zur Kleinkinderbetreuung
Dass es bei der Ausübung eines zeitaufwändigen Ehrenamts auch auf den Rückhalt der Familie ankommt, betonte Lothar Engel. Das Mitglied der Kolpingfamilie Waldram realisierte 2005 die Idee eines gemeinschaftlichen Brotbackofens. Seither bereitete er mit seinen Helfern rund 7000 Brote und 1500 Pizzen zu. „Wer nichts für andere tut, tut auch nichts für sich“, ist das Motto von Ottilie Korduletsch. Während sich die Leiterin des Sozialkreises Waldrams Verdienste in der Betreuung von Senioren erworben hat, kümmert sich Juliane Welz im Auftrag der Nachbarschaftshilfe „Bürger für Bürger“ um den Vorkindergarten.
Nach diesen Auszeichnungen nahm Roswitha Beyer ihre Urkunde entgegen. Die ehemalige SPD-Stadträtin hat als Vorsitzende des Freundschaftsvereins Manzano viel für die deutsch-italienische Völkerverständigung getan. Mit Sonderauszeichnungen für die Hospiz-Begleiterin Patricia Vogl und dem DLRG-Ortsvorsitzenden Robert Klingel endete ein Ehrungsmarathon, an dem Daniela Satzinger (Kulturverein Isar-Loisach), Marion Imping (1. FC Weidach), Leo Fleischer (JFG Wolfratshausen), Elfie Rupp (AWO), Karl Taschner (Bezirksfischereiverein) und Ute Mitschke (Asylhelferkreis) krankheits- oder urlaubsbedingt nicht teilnehmen konnten.
Foto: Peter Herrmann





