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Energie ständig und sofort nutzen zu können, das war für viele lange selbstverständlich. Doch die steigenden Energiekosten und die Havarie des Kernreaktors in Fukushima, die die Bundesregierung zum Ausstieg aus der Kernenergienutzung bis 2022 bewog, haben vieles geändert.

Vielseitige Brückenenergie

von Claudia Koestler

Geretsried, 4. Juni 2014 - „Der Kunde ist zunehmend verwirrt“, weiß Markus Eder, Geschäftsführer der Tyczka Totalgaz. „Über Jahrzehnte war man gewohnt, die Wärme kommt aus dem Keller, der Strom aus der Steckdose. Und plötzlich wird alles auf den Kopf gestellt“, fügt Eder an. Doch genau hier liegen auch Chancen: Für klare Positionierung, für Dienstleistung und Effizienzkonzepte. Konzepte, wie sie Tyczka Totalgaz längst erarbeitet hat. Tyczka Totalgaz ist einer der bundesweit führenden Spezialisten im Bereich Flüssiggas. Rund 360 engagierte Mitarbeiter zählt die Unternehmensgruppe derzeit mit ihrem Hauptsitz in Geretsried und dem weiteren Standort in Leipzig.

„Sicherheit steht für uns an oberster Stelle“

„Zudem haben wir nochmal bundesweit 13 Lager und Abfüllanlagen, mit einem leichten Schwerpunkt in Süddeutschland, um die Versorgung flächendeckend gewährleisten zu können“, erklärt Eder.

Doch was ist eigentlich Flüssiggas, auch bekannt unter dem Kürzel LPG, das für Liquefied Petroleum Gas steht? Flüssiggas ist ein Kohlenwasserstoff und auch unter dem Produktnamen Propan und Butan bekannt. Es wird bei der Gasförderung direkt gewonnen und entsteht auch bei der Rohölraffination. 

„Wir bei Tyczka Totalgaz vertreiben Flüssiggas“, sagt Eder. „Wir stellen es nicht selbst her, sondern beziehen es aus den internationalen Märkten, z.B. per Anlieferung über Nordseeterminals oder direkt aus der Raffinerie“, erklärt der Geschäftsführer. „Wir selbst haben auch eine Schiffsanlegestelle am Rhein, so dass von Rotterdam aus das Gas per Schiff dorthin kommt“, so Eder.

Transportierbar und lagerfähig ist der Energieträger, weil er in flüssiger Form in große Tanks oder auch kleine Gasflaschen abgefüllt werden kann. „Bei 7 bar, einer recht niedrigen Druckstufe, ist das Gas flüssig. Doch sobald es atmosphärischem Druck ausgesetzt wird, sprich an die Luft kommt, wird es gasförmig und dehnt sich dabei auf das 260-fache Volumen aus. Wir können somit viel Energie auf wenig Volumen speichern. Für viele Verbraucher ist das ein großer Vorteil“, weiß der Geschäftsführer.

Von dieser Eigenschaft leiten sich alle sicherheitstechnischen Maßnahmen ab: „Sicherheit steht für uns an oberster Stelle, da machen wir keine Kompromisse“, stellt Eder klar. Bei der Entnahme aus dem Druckbehälter geht Flüssiggas folglich in den gasförmigen Zustand über und gelangt so über Regel- und Sicherheitseinrichtungen zum Verbrauchsgerät.

„Unsere Kunden sind Endabnehmer, rund 40 Prozent davon gewerbliche Kunden wie beispielsweise Inhaber von Bäckereien oder Metzgereien, Privatkunden brauchen es indes vorwiegend zur Wärmeerzeugung. Und immer mehr auch für die Eigenstromerzeugung durch ein Blockheizkraftwerk“, sagt Eder. Zwar mache Flüssiggas auf dem deutschen Energiemarkt nur rund ein Prozent aus: „Neben Heizöl und Erdgas sind wir eine Nischenenergie“, weiß Eder.

Dafür wartet Flüssiggas mit einer unglaublich breiten Anwendungspalette auf: Rund 2000 Möglichkeiten hat Eder gezählt. In erster Linie aber wird das Produkt zum Heizen, Kühlen, Kochen, Beleuchten oder zur Stromerzeugung und auch als Antriebsenergie für Gabelstapler sowie als Autogas auch für Autos verwendet. Mittlerweile gibt es in Deutschland über 6.500 Autogas-Tankstellen und über eine halbe Million Autogas-Fahrzeuge.

Da es in großen Tanks, aber eben auch in Gasflaschen an den Endkunden abgegeben wird, kann Flüssiggas als Energieträger auch überall da zum Einsatz kommen, wo man nicht ans öffentliche Versorgungsnetz angeschlossen ist, etwa beim Camping.

Tyczka Totalgaz bietet maßgeschneiderte, wirtschaftliche Lösungen mit Flüssiggas

Dass es sich bei Flüssiggas um einen fossilen Brennstoff handelt, mag auf den ersten Blick wirken wie ein Nachteil in Zeiten der Energiewende. Doch Flüssiggas verbrennt sauber und ist damit eine der modernsten und umweltschonendsten Energieformen. „Die CO2-Emission ist deutlich geringer als bei Öl – Schwefel und Schwefelverbindungen sind praktisch nicht vorhanden. Flüssiggas erzeugt bei der Verbrennung nahezu keinen Feinstaub und trägt somit ganz erheblich zur Luftreinhaltung bei. Flüssiggasbetriebene Geräte leisten heute schon einen hohen Beitrag zur Energieeffizienz. Die gute Kombination mit erneuerbaren Energien- ob Solar oder Biomasse verbindet hohe Effizienz mit bezahlbarer Technik", sagt Eder.

Tyczka Totalgaz geht zudem noch einen Schritt weiter: Die Unternehmensgruppe bietet maßgeschneiderte, wirtschaftliche Lösungen mit Flüssiggas, die die Weichen stellen für eine Energiewende, bei der eine sichere, wirtschaftliche und umweltschonende Versorgung mit Energie sichergestellt bleibt.

Zunächst einmal will das Unternehmen Kunden helfen, Energie einzusparen: „Unsere Regionalleiter haben allesamt auch die Ausbildung zum Energieeffizienzberater. Wir gehen nicht nur zum Kunden und verkaufen Flüssiggas, sondern schauen und beraten auch tatsächlich, wie der Kunde seinen Energiebedarf reduzieren kann“, sagt Eder. Als verantwortungsbewusster Energieversorger sei das in Augen Eders eine Pflicht.

Tatsächlich aber ist das ein Differenzierungsmerkmal, das bezeichnend ist für die ganzheitliche und vorausschauende Sicht in der Firmenpolitik, die sich nicht alleine an Gewinnen orientiert. Service, Information und Aufklärung gehen somit weit über den Verkauf des eigentlichen Produkts hinaus. „Ein anderer Schritt ist, dass wir mit den gewerblichen Kunden eine CO2-neutrale Bilanz erreichen können“, fügt Eder an. Zum einen durch Einsparung und Effizienz, „und was es dann noch braucht an fossilen Brennstoffen können wir durch Klimazertifikate neutral stellen“, so der Geschäftsführer.

Energiekonzepte, die den Einsatz von Primärenergie senken

Tyczka Totalgaz baut folglich für die Zukunft vor. Und neben dem Verkauf von Flüssiggas bietet das Unternehmen eben auch Energiekonzepte, die den Einsatz von Primärenergie senken.

Ein Beispiel sind Projekte, bei denen Sonnenenergie allein oder in Kombination mit Flüssiggas genutzt wird. Etwa, wenn Gas mit Sonnenenergie gekoppelt wird und Sonnenkollektoren auf dem Dach des Hauses mit einer Gas-Brennwertheizung verbunden sind. Die Sonne wärmt das Wasser. Scheint sie nicht, startet stattdessen der Gaskessel, das Flüssiggas deckt zusätzlich Spitzenlasten ab. „Die Energieversorgung wird somit deutlich wirtschaftlicher und umweltverträglicher“, sagt Eder.

Das Unternehmen arbeitet beim Vertrieb der Photovoltaik-Anlagen genauso wie bei Heizkesseln mit Fachbetrieben zusammen, die die Anlagen an Ort und Stelle bauen und in Betrieb nehmen. Kunden können sich außerdem bei den Mitarbeitern über maßgeschneiderte Angebote inklusive Finanzierung beraten lassen. Das Unternehmen informiert auch darüber, welche Möglichkeiten zur Förderung der Bund beim Einsatz regenerativer Energien anbietet.

Für den Übergang in ein CO2-neutrales Energiezeitalter ist der Brennstoff Flüssiggas nicht wegzudenken, sondern die vielversprechendste, umweltschonendste Alternative als Brückenenergie: „Bis wir im fossillosen Zeitalter angekommen sind, brauchen wir Mischformen, um die Versorgung sicherzustellen“, sagt Eder, „und genau dazu entwickeln wir Konzepte“. Denn: „Wir bieten die Flexibilität, die Infrastruktur und die Versorgungssicherheit“.

Weitere Informationen

Mehr Informationen zu Tyczka Totalgaz finden Sie unter www.tytogaz.de.

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