Handwerk in Geretsried
Alles handgemacht und aufgemöbelt / Sitzt man bei Friederike Krüger in der modernen Wohn-Essküche im Obergeschoss, ahnt man nicht, dass darunter im Souterrain eine alte Werkstatt liegt, wo einst Blasinstrumente der Firma Meinl gebaut wurden. Es ist ein Raum mit vier Meter Deckenhöhe und einer riesigen Fensterfront. Weil‘s im Winter empfindlich kalt durch die gusseisernen Sprossen zieht, arbeitet Friederike Krüger nur in den Sommermonaten dort unten an ihrer ganz speziellen Recycling-Kunst. Krüger macht aus alten Materialien originelle Taschen und andere Gebrauchsgegenstände – „Aufgemöbelt“ heißt ihr Label.
Die Regenbogenregenschirme, die über dem Eingang zum Flussfestival wie ein Hingucker in den Baumästen hängen, stehen für Vielfalt und Akzeptanz. Sie könnten heuer allerdings auch ein Symbol für einen, bescheidenen Sommer werden. Umso schöner, dass die Organisatoren und Helfer am Flussfestival alles tun, damit die Besucher im Trockenen sitzen und einen Abend lang wieder Kultur genießen können und in der Pause sich eine Bratwurst dazu holen. Natürlich ist es heuer nicht mehr das symbolträchtige „Sydney-Zelt am Loisachufer“, aber dafür eine gute Alternative, um überhaupt ein solches Open-Air-Festival in diesen Pandemiezeiten durchzuführen.
Drei Damen, eine gute Idee und viel Arbeit im Vorfeld, das macht summa summarum einen neuen Laden in der Wolfratshauser Altstadt. „Handg‘macht“ heißt er und ist gefüllt mit zauberhaften Dingen von regionalen Künstlern und Kunsthandwerkern. Zur Eröffnung, mit musikalischen Rahmen des Duos „Klangskulpturen“, kamen die beiden Bürgermeister Klaus Heilinglechner und Fritz Schnaller, Stadtmanager Dr. Stefan Werner, zahlreiche Stadträte und Kulturschaffende und viele Besucher. „Ich wünsche Ihnen viele Kunden, viel Freude und gute Gespräche“, so der Rathaus-Chef, und freut sich über die einjährig geplante Zwischennutzung der sonst leerstehenden Geschäftsräume in exponierter Lage direkt am Marienplatz.
In Kürze findet das beliebte Flussfestival an der alten Floßlände in Wolfratshausen statt (9.7. bis 25.7.2021). Wir haben mit Marlene Schretzenmaier, Kulturmanagerin von Wolfratshausen, gesprochen, wie die Zeit der Planungen unter erschwerten Bedingungen der Coronapandemie für sie war.
»Geht nicht« gibt's nicht bei der Münchner Viererbande. Normal ist langweilig – skurril macht Spaß! Das gibt's nur bei der MonacoBagage zu erleben, dem abenteuerlustigsten Musikkabarett zwischen…
Almabtrieb mit Bauernmarkt in Krün
Ein strahlend blauer Himmel auf dem ein paar weiße Wolken getupft waren, das imposante Panorama mit den Felsmassiven von Karwendel- und Wettersteingebirge und dazu…
Beim Herbstbrauchtum im Karwendel ist traditionell viel geboten für Mensch und Tier. Auch heuer gibt es wieder fünf Almabtriebe, eine Ziegenprämierung und die Schafscheid zu erleben, dabei stehen vor allem die Nutztiere der Alpenwelt Karwendel im Mittelpunkt. Den Rahmen der herbstlichen Bauernwochen bilden bayerische Märkte und Feste, den würdigen Abschluss zelebrieren Erntedankprozessionen.
Der Kamm von Prinzkopf und Stierjoch bildet südlich von Fall die Grenze zwischen Bayern und Tirol. Den Scheitelpunkt zwischen den sonnigen Wiesenhängen im Süden und den steil im Geröll abfallenden Luderwänden im Norden kennt der 64-jährige Jakob Wasensteiner schon seit fast sechs Jahrzehnten. Als kleiner Bub im Alter vom fünf Jahren war er erstmals für längere Zeit im Almgebiet rund um den Lerchkogel bei seiner Tante. Die war auf dem Hochleger Sennerin. Viele Almsommer folgten. Trotzdem zieht es den inzwischen pensionierten Mitarbeiter der Tölzer Stadtwerke noch immer auf den Berg hinauf.
Testfazit: Die Tour südlich von Fall ist weniger überlaufen als andere im Vorkarwendel. Das mag auch daran liegen, dass es keine Einkehrmöglichkeit gibt. Deshalb müssen die Wanderer an ausreichend Proviant mit Essen und Trinken denken. Im Almgebiet können sie die Tierwelt hautnah erleben. Gemsen streifen im Bereich des Prinzkopfes auf den Wiesen. Jungvieh, Schafe und Rösser sind im Sommer auf der Alm.