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Oberammergau

Oberammergauer Krippenweg wieder eröffnet

Seit 1. Advent bis zum Dreikönigstag sind wieder Oberammergauer Krippen, die sonst im Privatbesitz sind, liebevoll in Szene gesetzt und ausgestellt.

Bereits seit 2005 kann man einen stimmungsvollen Advents-Spaziergang durch den berühmten Lüftlmalerort unternehmen: auf dem Oberammergauer Krippenweg sind 22 in Privatbesitz befindliche, meisterhafte Krippen vom ersten Adventssonntag bis 6. Januar in den Schaufenstern der Oberammergauer Geschäftswelt zu bewundern. Die Mehrzahl der Krippen wurden von Mitgliedern des St. Lukas Vereins geschnitzt. Es sind aber auch immer wieder weihnachtliche Szenerien dabei, bei denen die Figuren über viele Jahrzehnte und Generationen in Familien gesammelt wurden.
Dieses Jahr beginnt der Weg in der Dorfstraße, da die evangelische Kirche umgebaut wird. Von dort verläuft die rund 1,5km lange Tour, vorbei am Oberammergau Museum quer durch den Ort und endet an der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul.

Dank eines übersichtlichen Faltblatts, das kostenlos bei allen Tourist-Informationen und im Oberammergau Museum aufliegt, kann man so gemütlich auf dem Krippenweg durch Oberammergau bummeln und sich alle kleinen prachtvollen Winterwelten ansehen.
Der Krippenweg ist eine Gemeinschaftsaktion des Oberammergauer St. Lukas Vereins, des Oberammergau Museums und der Ammergauer Alpen GmbH.

Firtuose Kunstform

In Bayern und Tirol hat das Aufstellen von Krippen in der Weihnachtszeit eine lange Tradition. Besonders in  Oberammergau hat sich das Schnitzen, Fassen oder Bekleiden und Aufstellen der Figuren zu einer virtuosen Kunstform entwickelt. Dabei hat die über 500jährige Geschichte des Schnitzens ebenso wie die seit 1634 gepflegte Tradition des Passionsspiels eine tragende Rolle gespielt. Es sind keine detaillierten Aufzeichnungen über die Anfänge der Krippenkunst im 16. Jahrhundert überliefert, wohl aber sind aus der Blütezeit im 18. und 19. Jahrhundert hervorragende und wertvolle Kunstwerke in der Krippenabteilung des Oberammergau Museums erhalten. A

m berühmtesten ist die von Generationen von Oberammergauer Schnitzern gefertigte „Historische Kirchenkrippe“, die schon König Ludwig II. bewundert hat. Spannend für  Besucher ist auch, die Papierkrippen des berühmten Lüftlmalers Franz Seraph Zwinck (1747-1792) mit seinen Freskobildern an den Fassaden des Pilatushauses und anderer Oberammergauer Häuser zu vergleichen.

Fotos: Oberammergauer Museum


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