Vor 30 Jahren erschien das Buch „Todesmarsch. Die Räumung und Teilräumung der Konzentrationslager Dachau, Kaufering und Mühldorf Ende April 1945“.
Geschrieben wurde es von dem damals 23jährigen Geretsrieder Andreas Wagner, der als Jugendlicher begonnen hatte, zur NS-Zeit in seiner Heimat zu forschen. Das Buch war die erste Gesamtdarstellung über den Leidensweg der Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau, die, angetrieben von SS-Männern, in Richtung Alpen marschieren mussten. Zahlreiche Opfer starben unterwegs an den Folgen von Hunger, Kälte und Misshandlungen oder wurden von der SS-Wachmannschaft erschossen. Wolfratshausen und die umliegenden Dörfer wurden für viele zum Ort ihrer Befreiung durch die US-Armee. In Föhrenwald verbrachten sie – mehr tot als lebendig – ihre ersten Stunden, Tage und Wochen in Freiheit.
In der Offenen Werkstatt Nagel und Faden am Bunsenweg 11 in Geretsried gibt es auch im Mai wieder ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm für Jung und Alt.
Die Vorfreude nach der gelungenen Premiere im Vorjahr ist bei Musikern und Fans gleichermaßen groß. Am 24. und 25. Oktober steigt im Keller der ehemaligen Diskothek „Turm“ die Neuauflage des Blues-Festivals - mit insgesamt fünf Konzerten renommierter Künstler.
Testfazit: Der knapp 1500 Meter hohe Grammersberg zählt wohl kaum zu den prominentesten Zielen rund um den Sylvensteinspeicher. Der bewaldete Bergrücken südwestlich von Fall wirkt von unten in seiner Mittelgebirgslage unscheinbar. Trotzdem handelt es sich unter anderem im schneearmen Frühjahr um ein lohnendes Ziel. Beim Aufstieg am Südwesthang eröffnen sich reizvolle Fernblicke hinein ins Krottenbachtal und auf die Nordflanke des Scharfreuter. Am Grammersberg selbst ist die gleichnamige Alm solange Schnee liegt, das Ziel. Wer noch ein Stück weitergeht, kann tief auf das breite Kiesbett der Isar hinunterblicken. Bis dahin ist die Tour weitestgehend ungefährlich. In die steilen Flanken Richtung Grasköpfl sollten Wanderer besser erst weitergehen, wenn kein Schnee mehr liegt. Aber selbst dann sind dort Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt.
Die uralte Handwerkskunst der Riemer, Sattler und Federkielsticker im Alpenraum präsentiert der passionierte Federkielsticker, Sammler und Autor Walter Grübl aus Eben im Pongau (Salzburg) in seinem großformatigen Prachtband „Riemer, Sattler, Federkielsticker".
Der Sparkassen-Bezirksverband Oberbayern ist neuer Sponsor des Musikbunds von Ober- und Niederbayern. Geplant ist eine Partnerschaft, die mehr sein soll als reine finanzielle Unterstützung.
Wenn das Freie Landestheater Bayern in die Loisachhalle nach Wolfratshausen kommt, dann hat es immer ein besonderes Bühnenschmankerl im Gepäck. Dieses Mal, eines der berühmtesten Theaterstücke „Die Dreigroschenoper“, Text von Bertolt Brecht, Musik von Kurt Weill. Wer nun denkt, da gab es tragende Opern-Arien zu hören, hat sich geschnitten. Denn bei diesem Stück hat man es mit „Mackie Messer“ zu tun.
Viele kennen und schätzen ihn als Sänger der unverwüstlichen Spider Murphy Gang. Nun trat der mittlerweile 78-jährige Günther Sigl mit einer anderen Formation in der Loisachhalle auf und präsentierte sich erneut in Topform.
Die erste Ausstellung im Kunstturm zeigt ein vielseitiges Sprektrum künstlerischer Arbeiten. Ein Intensivmediziner der malt. Eine Lehrerin die fotografiert. Ein Bergretter, der druckt und ein Geologe, der im Dschungel sägt. In vier Worten: Sie ist archaisch, grafisch, literarisch, vielschichtig in Form und Farbe. Die Vernissage zur Ausstellung „Aus Spaß an der Freud“ am Donnerstag war gut besucht.