Paul Ernst Rattelmüller hielt in den 1950er-Jahren bäuerliches Leben, Sitten, Feste und religiöse Bräuche im Jahresverlauf in Oberbayern bildlich fest. Es sind keine perfekt inszenierten Hochglanzfotografien für Tourismusbroschüren, sondern der liebevolle Blick auf die oberbayerische Heimat, weit entfernt von jedem kitschigen Klischee. Rattelmüller war von 1973 bis 1989 oberbayerischer Bezirksheimatpfleger und damit einer der Amtsvorgänger von Norbert Göttler. Dieser liefert die Texte, die den Fotografien gegenüberstehen. Es sind alte bairische Mundartbegriffe wie »Rossboinklaum«, »Britschhaferl«, »Heigeign« oder »Irxenschmoiz«, die Göttler aus dem reichen Schatz des bairischen Dialekts hebt und mit augenzwinkernden Erläuterungen versieht. Im Zusammenspiel mit den Texten Norbert Göttlers gehen die Fotografien von Paul Ernst Rattelmüller in diesem Band eine ungewöhnliche Symbiose ein und eröffnen gerade in der Gegenüberstellung überraschende und unbekannte Einblicke in Land und Leute.
Normalerweise lädt die Ickinger Malerin Reinhild Stötzel zum Jahresende in ihr Atelier ein, um ihre neuen Arbeiten bei Punsch und Plätzchen vorzustellen. Doch heuer bleibt das Atelier für die Besucher geschlossen. Reinhild Stötzel hat sich seit dem ersten Lockdown mit der sogenannten konzeptionellen respektive experimentellen Kunst auseinandergesetzt. Sie nennt die neu entstandenen Arbeiten schlicht „Coronabilder“.
Dass ein Sofa nicht nur ein bequemes Möbelstück sein kann, bewies die Kabarettistin Lizzy Aumeier bei einer Livestream-Aufzeichnung des Kulturvereins Isar-Loisach (KIL). Denn die vier Buchstaben waren auch die Abkürzung für den „Sächsisch-Oberpfälzisch-Fränkischen-Advent“, den sie gemeinsam mit der Musikerin Svetlana Klimova sowie ihrem Ehemann Andreas Stock in der Kulturbühne Hinterhalt präsentierte.
Erstmals zu Gast bei den 9. Geretsrieder Kulturtagen PiPaPo: Die bayerische Kabarettistin Lizzy Aumeier kommt am Samstag, den 12. Dezember in die Kulturbühne Hinterhalt. Es wird ein sächsischer, oberpfälzischer, fränkischer Adventabend mit Musik, Geschichten und Gedichte und viel Humor, kurz SOFA genannt. Wir haben mit Lizzy Aumeier über das Leben an sich und über das „Kabarett ohne Publikum“ gesprochen.
Mit optimistischer Einstellung plant die Stadt Wolfratshausen das 5. Wolfratshauser Flussfestival. Am 9. Juli 2021 wird - sofern coronabedingt alles gut geht - das kulturelle Highlight der Flößerstadt mit dem Musikkabarettisten Josef Brustmann eröffnen.
Autor Karl-Heinz Hummel hat in diesem Buch „Berggeistersagen von A bis Z“ eine Sammlung alter und überlieferter Geschichten von bekannten und weniger bekannten umtriebigen Gestalten aus dem bayerischen, tirolerischen und südtirolerischen Alpenraum zusammengetragen, erschienen im Allitera Verlag. Mit Illustrationen von Bernd Wiedemann. Es ist ein Buch für die heimelige Winterzeit, wenn es früh dunkel wird, man bei Tee und Kerzenlicht gerne an die raue Bergwelt denkt. Die Geschichten haben einen sagenumwobenen Charme und auch ein bisschen von dieser schaurig-schönen Unheimlichkeit.
Es ist Advent und in den Stuben brennen Kerzen. Es ist heimelig, wenn es draußen schnell dunkel wird. Es ist die Zeit für Weihnachtslieder und -Gebäck. So hat auch Andi Halamek-Weinert den Tisch weihnachtlich dekoriert. Die erste Kerze brennt und es gibt Plätzchen und Tee. Der gebürtige Waldramer macht neben dem Beruf als gelernter Elektroinstallateur sein Leben lang Musik. Mit seiner Klaviermusik begleitet er derzeit die Weihnachtslesungen in der Stadtbücherei, die per Filmaufzeichnung an den Adventssonntagen auf dem Youtube-Kanal der Stadt Wolfratshausen zu sehen sind.
Nach vier Konzerten boten die diesjährigen Geretsrieder PiPaPo-Kulturtage erstmals einen kabarettistischen Höhepunkt: HG. Butzko präsentierte sein neues Programm „aber witzig“. Nicht minder unterhaltsam war der einen halben Tag später folgende Auftritt der KIL All Stars. Die Band des Kulturvereins Isar-Loisach (KIL) interpretierte Lieder aus „fast 100 Jahren deutscher Kulturgeschichte“.
Gleich zwei erfreuliche Nachrichten vermeldete der Verein „Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald“ in einem Pressegespräch. So haben 16 Autorinnen und Autoren zu den Bildern der Fotografin Justine Bittner 34 Porträts von Menschen verfasst, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg im einstigen Lager Föhrenwald vorübergehend eine Bleibe fanden. Das Buch „LebensBilder – Porträts aus dem jüdischen DP-Lager Föhrenwald“ ist ab sofort erhältlich. Zudem begrüßte Badehaus-Vorsitzende Dr. Sybille Krafft den Stadtpfarrer Peter Demmelmair als 500. Mitglied des 2012 gegründeten Vereins.