„Ich wünsche mir, dass die Loisachhalle wieder ist, was sie war – ein Kulturzentrum im Oberland.“
Im Großen und Ganzen steht das Kulturprogramm für 2013 in Wolfratshausen fest. Kulturmanagerin Marion Klement sieht mit Spannung dem Jahr entgegen. Nur noch die eine oder andere Veranstaltung muss festgezurrt werden. Klement setzt dabei auf Bewährtes, versucht Kulturnischen zu bedienen und traut sich an neue Ideen heran, wie etwa das erste Flussfestival heuer im Juli (wir berichteten). Oberland.de sprach mit der gelernten Betriebswirtin über ihre Arbeit im Kulturamt.
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„Der Landkreis braucht so eine Bühne, denn er ist arm an bezahlbarer Live-Kultur.“
Gelting, 13.2.2013 (red.) – Kürzlich hatte sich eine Musikern, die anonym bleiben möchte, bei der örtlichen Süddeutschen Zeitung beschwert, unter welchen Bedingungen sie auf der Kulturbühne Hinterhalt auftreten dürfe: „200 Euro "Kaution" für den Fall, dass die Veranstalter über die Eintrittsgelder nicht mindestens diese Summe einnähmen.“ Sowas hätte sie "noch nie erlebt". Oberland.de wollte mehr darüber erfahren und traf sich mit Hinterhalt-Wirtin Assunta Tammelleo.
Ray Müller – Filmemacher schreibt Heimatkrimis / Ray Müller ist ein Filmemacher, der behauptet, er habe kein Angst-Gen. Vermutlich deshalb sucht er sein Leben lang das Abenteuer und findet es bei fremden Völkern und Kulturen. Seine Dokumentarfilme wurden international ausgezeichnet. Richtig bekannt wurde Müller erst 1994 mit seinem Filmporträt „Die Macht der Bilder“ über Leni Riefenstahl. Nun ist er – zumindest vorübergehend – sesshaft geworden und schreibt Krimis vom Starnberger See. „Tote Hose“ heißt sein erster Band, der gerade im Handel erschienen ist.
Farbenfrohe Fledermaus / Nach der Opernaufführung „Carmen“ vor gut einem Jahr war das Freie Landestheater Bayern am Freitag wieder zu Gast in der Loisachstadt. Das Ensemble aus Miesbach überzeugte mit wunderbaren Stimmen, perfekter Bühnendarstellung und vor allem mit viel Humor in ihrer Aufführung der berühmten Operette „Die Fledermaus“.
MUSIK / Neues Album „aufghaxt“ von Schee Daneem / Münsing, 25.2.2013 – „Sich aufhaxen“ bedeutet im Bayrischen so viel wie „sich kaputt machen“ oder „aufarbeiten“. Seit mehr als zehn Jahren spielen Schee Daneem in unveränderter Besetzung und sind fester Bestandteil der bayerischen Mundartszene. Auch auf ihrem neuen Album „aufghaxt“ verfolgen die fünf Oberbayern unbeirrbar ihren eigenständigen Weg und sind weder musikalisch noch inhaltlich in gängige Schubladen zu stecken. So treffen skurile Country-Balladen und Zwiefache auf soulige Ohrwürmer, vertrackte Tango- oder Rootsrhythmen vermischen sich mit Blues und Rock zum bandeigenen Stilmix.
Das Leben ist kompliziert und unberechenbar und wer nicht Obacht gibt, hat sich schnell „aufghaxt“. So handeln die neuen Songs von Schee Daneem von vertanen Möglichkeiten, verpatzten Chancen und vergeblicher Liebesmüh. Doch auch erfreuliche Themen sind zu hören: unerwünschte Nebenbuhler
und nörgelnde Nachbarn werden in die Wüste geschickt, in der Burn-out-Klinik steigt eine (un)anständige Vollmondparty und ganz nebenbei gibt es auch noch wertvolle Tipps wie „Leid, Leid, Leid, ihr miasst´s Gangsta sei!“.
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Der Ton macht die Musik
Wolfratshausen 1.3.2013 (red) – „Zwei Töne auf der Klarinette und jeder weiß, wer gemeint ist – Hugo Strasser“, mit diesen rührenden Worten begrüßte Max Greger seinen langjährigen Musikerfreund auf der Bühne. Nein, die beiden sind keine „Swing Oldies“ – Greger und Strasser haben dem Publikum in der ausverkauften Loisachhalle am Freitagabend einmal mehr beweisen können, dass Musik jung hält.
Verein Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald / Die Kinder vom Lager Föhrenwald
von Andrea Weber
Die Mitglieder des neu gegründeten Vereins „Bürger fürs Badehaus“ in Wolfratshausen krempeln die Ärmel hoch. Unmittelbar vor ihrer Haustüre im Ortsteil Waldram wurde deutsche Geschichte geschrieben und nun wollen sie sich um den Erhalt und die Sanierung eines der letzten historischen Zeitzeugnisse – ein jüdisches Badehaus – kümmern. Ihre Vision: Es soll ein modernes Bürgerhaus mit einer lebendigen Dokumentations- und Begegnungsstätte entstehen.
Meine Verehrung, Herr Ringlstetter! / Hannes Ringlstetter blickt auf sein Leben zurück und spart nicht an Ironie und Boshaftigkeit. „Meine Verehrung“, heißt sein aktuelles Programm. Wie der Kabarettist sich eine hohe Anerkennung wünscht, übte er dann gleich mit seinem Publikum in der ausverkauften Loisachhalle am vergangenen Freitagabend. „Da gibt es drei Möglichkeiten – klatschen, stampfen oder ausflippen.“ Und das taten sie dann auch zwei Stunden lang ununterbrochen.
Weltklasse-Theater mit Cordula Trantow und den „33 Variationen“ in der Wolfratshauser Loisachhalle und ein Interview über Opferrollen, Klischees, Provinz und Schauspiel als Bildungsveranstaltung.
Wozu in die Ferne schweifen? / „Ein bisschen erschöpft“ sei sie jetzt am Ende der dreiwöchigen Tournee schon, sagt Cordula Trantow. Doch das sieht man ihr nicht an: Die Augen blitzen, das Gesicht und ihr Lachen ist strahlend als sie durch die Tür des „Wirtshaus Flößerei“ in Wolfratshausen tritt.
Leben in Denkmälern
von Andrea Weber
26.3.2013 - Anlässlich 40 Jahre Bayerisches Denkmalschutzgesetz bringt der Bayerische Rundfunk in Zusammenarbeit mit dem Kunstministerium und der Hypo-Kulturstiftung eine DVD-Edition mit acht Beiträgen aus der Sendereihe „Unter unserem Himmel“ heraus. Unter dem Titel „Leben mit einem Denkmal“ stellt die Filmemacherin und promovierte Historikerin Sybille Krafft Menschen aus Bayern vor, die sich um den Erhalt von Denkmälern bemühen.