Testfazit: Im Mai und Juni ist Schnee in den höheren Lagen und insbesondere in den nordseitigen Karen des Karwendel noch weit verbreitet. Wer jedoch auf der sonnenbeschienen Südwestflanke des Schafreiter an der Grenze von Bayern und Tirol unterwegs ist, kann die weißen Überreste des Winters von einem prächtigen Logenplatz bequem aus der Ferne betrachten. Zur Saisoneröffnung auf der Tölzer Hütte in etwas mehr als 1800 Höhenmetern bietet sich als Einstiegstour eine Wanderung auf den Schafreiter an. Die Freizeitsportler müssen zu dieser Jahreszeit weiter oben allerdings auf vereinzelte Schneefelder achten. Es muss auch nicht immer bis ganz nach oben auf den Gipfel gehen. Als Ziel- und Einkehrpunkt ist die Tölzer Hütte mit ihrer südwestwärts ausgerichteten Terrasse ideal.
Testfazit: Rund um den Ostersee ist eine gemütliche Wanderung von knapp zehn Kilometer ohne merkliche Höhenmeter durch Wald und Flur auf überwiegend gut ausgebauten Schotterwegen. Immer wieder fällt der Blick auf den idyllischen großen Ostersee. Das Highlight erschließt sich vom nördlichen Ufer. Von dort fällt der Blick bei klarer Sicht über den beschaulichen See bis zur Alpenkette. An den Wochenenden ist diese Familienwanderung, die auch gut mit Kinderwagen zu meistern ist, sehr frequentiert.
Testfazit: Der Schriftsteller Ludwig Thoma hat seine Jugend zur Prinzregentenzeit in den Lausbubengeschichten verarbeitet. Im Zentrum steht der Bub Ludwig, der in seinem Dorf zahlreiche Streiche spielt und Unsinn treibt. Ab Mitte der 1960er-Jahren entstand die Filmreihe der Lausbubengeschichten mit dem Schauspieler Hansi Kraus in der Hauptrolle. Gedreht wurde dafür rund um das Beuerberger Kloster. Auf einer kleinen Rundtour, die sich perfekt auch für die kältere Jahreszeit eignet, können Filmfans entlang der Schauplätze spazierengehen. Ein neuer Ausblick auf Beuerberg und Einblick in zahlreiche Anekdoten aus dem Kino.
Wer im Frühjahr oder Herbst gefährlichen Altschneefeldern in höheren Lagen lieber ausweicht, kann auch weiter unten im Tal stimmungsvolle Natur- und Bergeindrücke gewinnen. Die Runde um den bewaldeten Roßkopf südöstlich von Fall am Sylvensteinspeicher ist eine gemütliche Wanderung auf zumeist breiten Forstwegen mit eher moderaten Anstiegen. Erst geht es Richtung Dürrachtal und dann oberhalb der Krottenbachklamm, über die Wiesalm aufwärts und jenseits davon wieder bergab. Bevor Fall wieder erreicht ist, geht es ein Stück am Südufer des Sylvensteinspeichers entlang.
Testfazit: Die Wanderrunde durch das Rohntal, über die Torscharte und Tortal oder in umgekehrter Richtung bietet alle Charakteristika des Karwendel, ohne jemals gefährlich zu werden. Die Tour führt durch eine prächtige Landschaft über freie Almen mit knorrigen Bäumen, ein Kar hinauf und kommt damit den wilden Feslzacken des Karwendel ganz nah. Durchs Tortal braust ein schmucker Bach und an der Torscharte lassen sich mit Glück Gemsen und Murmeltiere beobachten. Die Wanderung gibt also einen tollen Einblick in die typische Karwendel-Flora und -Fauna.
Testfazit: Diese Tour ist für einen Nachmittagsspaziergang zu jeder Jahreszeit ein besonders schönes Naturerlebnis. Freie Blicke auf die Tölzer Berge. Es geht durch Wald und Wiesen und über Holzstege mitten durch die Moorlandschaft bei Königsdorf. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder im Winter hat dieses moorige feuchte Schilfgebiet seinen ganz eigenen Charme. Besonders zu empfehlen im November, wenn am Nachmittag schon die Abendsonne lange Schatten wirft. Der Weg ist auch als Reitweg ausgewiesen.
Ausgangspunkt
Testfazit: Wenn in höheren Lagen entweder noch Altschnee liegt oder der erste Schnee vor dem nahenden Winter bereits gefallen ist, ist eine kurze Wander- oder Mountainbike-Tour auf der alten Kesselbergstraße eine gute Idee. Durch farbigen Herbstwald oder von frischem Grün geprägten Bäumen geht es von Altjoch bei Kochel am See bis zur Passhöhe des Kesselbergs hinauf. Zwischendurch spitzen Jochberg oder Herzogstand hindurch. Zudem weiß sich der Wanderer auf historisch bedeutendem Transitterrain, auf dem einst Johann Wolfgang Goethe unterwegs war.
Testfazit: Mit 1986 Höhenmetern ist das Hintere Sonnwendjoch der höchste Gipfel des Mangfallgebirges und ein schöner Aussichtsberg obendrein. Am bequemsten und kürzesten ist der Aufstieg von der Ackernalm auf der Südseite – und daher wohl auch der beliebteste. Deutlich länger, aber abwechslungsreicher und weniger begangen ist die Aufstiegsvariante aus der Valepp. Erst geht es an steilem nordwestlich ausgerichteten Waldhang auf schmalem Steig unter dem Bärenjoch nach oben. Dann wechselt der Weg auf die sonnenverwöhnte Südseite, immer am Hang entlang durch weitläufiges, freies Almgelände Richtung Osten und schließlich in Serpentinen auf den Gipfel. Absturzgefährdetes Gelände gibt es auf dieser Tour nicht. Der Weg aus der Valepp herauf ist steil und lang. Trittsicherheit und Kondition braucht es also schon.
Nur knapp 300 Höhenmeter liegen zwischen Hausham und dem Gipfel des Huberspitz. Trotzdem bietet die kleine Bergwanderung Panoramablicke auf den einstigen Bergbauort sowie den Schliersee. Zudem macht der Naturerlebnisweg die Tour insbesondere mit Kindern interessant, auf die am 1052 Meter hohen Gipfel eine schöne Einkehr wartet. Ein wenig Skisporthistorie bietet die Wanderung inklusive.
Testfazit: Der knapp 1500 Meter hohe Grammersberg zählt wohl kaum zu den prominentesten Zielen rund um den Sylvensteinspeicher. Der bewaldete Bergrücken südwestlich von Fall wirkt von unten in seiner Mittelgebirgslage unscheinbar. Trotzdem handelt es sich unter anderem im schneearmen Frühjahr um ein lohnendes Ziel. Beim Aufstieg am Südwesthang eröffnen sich reizvolle Fernblicke hinein ins Krottenbachtal und auf die Nordflanke des Scharfreuter. Am Grammersberg selbst ist die gleichnamige Alm solange Schnee liegt, das Ziel. Wer noch ein Stück weitergeht, kann tief auf das breite Kiesbett der Isar hinunterblicken. Bis dahin ist die Tour weitestgehend ungefährlich. In die steilen Flanken Richtung Grasköpfl sollten Wanderer besser erst weitergehen, wenn kein Schnee mehr liegt. Aber selbst dann sind dort Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt.